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Volkskunst
aus dem Erzgebirge
Traditionsreiche
Vielfalt voll Wärme und Harmonie Volkskunst
aus dem Erzgebirge – das ist liebevoll gearbeitete Handwerkskunst mit
einer langen Tradition. In der Volkskunst
zeigt sich auf eindringliche Weise die wechselvolle, reiche Geschichte
einer Region, die voller Geheimnisse, ausgeschmückter Anekdoten und
romantischer Sagen, belebt von Geistern, Kobolden und Waldwesen,
steckt. Volkskunst
des Erzgebirges ist liebevoll hergestelltes Kunsthandwerk, das immer
wieder eine Geschichte erzählt. Spricht man von Volkskunst,
so ist in erster Linie jenes weihnachtliche, aus zartem, hellem
Buchenholz gefertigte, dekorative und so stimmungsvolle Kunsthandwerk gemeint,
das von Nord bis Süd jeden bekannten Weihnachtsmarkt in Deutschland
schmückt. Längst ist es auch über die Landesgrenzen hinaus zu einem
Exportschlager geworden. Jeder, der einmal über einen romantischen
Weihnachtsmarkt geschlendert ist, kennt diese hübsche, detailgetreu
gearbeitete Volkskunst – sie zeigt Räuchermännchen,
dreidimensionale Pyramiden, Kirchen oder
Christbäume und ist häufig mit niedlichen Schlitten, Rentieren,
Nikoläusen oder kleinen Glocken verziert. Zwei- oder dreidimensional,
zum Aufhängen oder Hinstellen - unter der Volkskunst des
Erzgebirges findet der Freund vorweihnachtlichen Schmucks liebevoll
gearbeitete Kerzenhalter, Lichterengel, Schwibbogen,
Nussknacker, Spieldosen oder ganze
Weihnachtskrippen mit winzig kleinen Figürchen, die jeden in Erstaunen
versetzen.
Das
bekannteste Element erzgebirgischer Kunst
ist
zweifellos der Nussknacker. Dieses bunt
lackierte Holzmännchen mit finsterem Gesichtsausdruck und fröhlichen
Phantasieuniformen ziert schon seit 1870 weihnachtliche Wohnzimmer. Bis
heute wird der einzigartige Nussknacker in traditionsreichen
Werkstätten mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Weit
verbreitet ist auch der Schwibbogen, der ursprünglich aus der Zeit des
Bergbaus stammt und in der dunklen Jahreszeit zur Erhellung ins Fenster
gestellt wurde. Den aus den Erzgruben heimkehrenden Männern sollte so
der abendliche Heimweg erleuchtet werden. In der Volkskunst
steht sein Rundbogen für den ovalen Eingang des Bergwerkstollens, an
dem die Bergleute ihre Lampen aufhängten. Besonders das Alltagsleben
dieser Region bildet die Themen bei der Verzierung der Schwibbögen.
Neben Darstellungen des Bergbaus findet man in der erzgebirgischen
Kunst
vor allem Szenen vom Klöppeln oder Schnitzen. Die
herrlich bunten Räuchermännchen, die in der Vorweihnachtszeit jedem
Raum einen romantischen Hauch weihnachtlicher Vorfreude verleihen, sind
ebenfalls heiß begehrt, und das nicht nur bei Touristen und
Romantikern. Zu ihrer Entstehungszeit entwickelte sich ein regelrechter
Boom auf sie, der eng mit einer stetig wachsenden Tabakindustrie
zusammenhing. Die Männchen stellen die damals üblichen Berufe wie
Förster, Jäger, Schärfer und andere Handwerke dar. Doch egal,
welches der beliebten Stücke aus der Volkskunst
man auch betrachtet, ihre Faszination ist bis heute
ungebrochen. Und jedes Jahr zur Weihnachtszeit strahlen sie wieder ihre
heimelige Wärme und Geborgenheit aus, die erholsame Ruhe in eine sonst
hektische Zeit bringt.
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