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Räuchermännchen

Räuchermännchen

Weihrauch, ein Geschenk der Heiligen Drei Könige an das Jesuskind, gehört zum Weihnachtsfest unbedingt dazu. Im Erzgebirge werden zur Weihnachtszeit deshalb seit Jahrhunderten Räucherkerzchen abgebrannt. Schon die Erzgebirglerin Johanne Amalie von Elterlein (1784 - 1865), dichtete in ihrem berühmten Lied "Dr Weihnachts-Heiligohmd" in Mundart: "Karl, zind ä Weihrauchkerzl a, dass nooch Weihnachten riecht!" (zu deutsch: Karl, zünde ein Räucherkerzchen an, dass es nach Weihnachten riecht)". Damals waren Räuchermännchen allerdings noch nicht bekannt, die Räucher Kerzen wurden einfach in ein kleines Schüsselchen gestellt.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Seiffen die ersten Räuchermännchen gefertigt, kleine gedrechselte Holzfiguren, in deren hohlen Körper das Räucher Kerzen versteckt wird, so dass der Rauch durch eine Mundöffnung nach Außen zieht. Um diese Zeit verbreitete sich allerorts auch der Tabakgenuss und das Räuchermännchen, dessen Vorbild der Pfeifenraucher war, verbreitete sich schnell. Die Figuren wurden dabei nach Vorbildern aus dem täglichen Leben der Erzgebirgler aus Seiffen entwickelt. So gibt es Waldarbeiter und Jäger, Bergmänner und alle traditionellen Handwerksberufe als Räuchermännchen verewigt. Auch Wichtelmännlein, Schneemänner oder Pilze sind weit verbreitet. Neu auf dem Markt sind die in Olbernhau entwickelten Kantenhocker, die man auf Schrank- oder Tischkante setzen kann.

Die meisten erzgebirgischen Familienunternehmen aus Seiffen haben ein eigenes, einzigartiges Sortiment entwickelt, das in ihrer Vielfalt und ihrer liebevollen, detailgetreuen Gestaltung alljährlich zur Weihnachtszeit Menschen auf der ganzen Welt erfreut.






 
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