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Weihnachtsland
Erzgebirge
Das Erzgebirge,
eines der Mittelgebirge Deutschlands, erstreckt sich an der Grenze
zwischen Sachsen und Böhmen auf einer Länge von 150
km und einer Breite
von 40 km. Auf seiner Kammlinie verläuft die Grenze zwischen
Deutschland und Tschechien. Die höchsten Berge des Erzgebirges
sind der
Fichtelberg mit eine Höhe von 1.214 Metern und der Keilberg in
Tschechien mit einer Höhe von 1.244 Metern. Das Klima ist hier
rauer
als anderswo, kleine Dörfchen, Bergstädte sowie
große Fichtenwälder
prägen das Gesicht des Erzgebirges.
Die
Besiedlung des Erzgebirges
begann im 12. Jahrhundert, als in der Gegend von Freiberg und Seiffen
erstmals Silber gefunden wurde. Das anschließende
große Berggeschrei
lockte Menschen aus allen teilen Deutschlands in das bis dahin von
dichtem Urwald bedeckte Gebirge. Schnell entwickelten sich daraufhin
die ersten Bergstädte, wie Freiberg, Annaberg oder
Joachimstal. Da der
sächsische Kurfürst den Bergstädten wie
Seiffen viele Privilegien
zusprach, etwa des Marktrecht, Schank- oder Braurechte, wurde in fast
jedem Dörfchen des Gebirges nach Erzen geschürft.
Abgebaut wurde vor
allem Silber, Kupfer, Eisenerz und sogar Arsenkies in einzigartiger
Reinheit. Im gesamten Erzgebirge
entstanden Gruben und Hüttenwerke zur Aufbereitung der Erze.
Als
Mitte des letzten Jahrtausends die reichen Silberfunde
plötzlich
versiegten, standen viele Bergleute plötzlich vor dem Aus.
Ganze
Städte, wie beispielsweise Joachimstal verfielen, weil die
Menschen
abwanderten, um neuen Broterwerb zu suchen. Um diese Zeit entwickelte
sich die
erzgebirgische Kunst
das Klöppeln.
Barbara Uthmann, eine reiche Fundgrübnersfrau aus Annaberg,
verbreitete
es im Erzgebirge,
um für die Familien ihrer Bergleute neue Arbeit zu schaffen.
Bis heute
ist das Klöppeln
im Erzgebirge weit
verbreitet. Auch die Herstellung von Holzspielzeug nahm immer mehr zu.
Heute
ist das Erzgebirge
weithin als Weihnachts- und Spielzeugland bekannt. Vor allem im oberen Erzgebirge,
in Orten wie Olbernhau oder Seiffen, leben ganze Städte von
der
Herstellung von Holzspielwaren und Weihnachtsschmuck aus Holz.
Lichterbögen, Räuchermännchen,Pyramiden,Fensterbilder,Nussknacker,Schwibbogen,Spieldosen
oder Weihnachts-
pyramiden aus dem Erzgebirge
sind in der ganzen Welt bekannt und beliebt. Bergbau wird im Erzgebirge
nicht mehr betrieben. Die letzten Gruben des Uran-Bergbaues um Aue
wurden Ende der achtziger Jahre geschlossen. Aber viele Schaubergwerke
erinnern auch heute noch an den Erzbergbau, der dem Gebirge seinen
Namen gab.
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